Lygodactylus williamsi (Wallie & Bruce)

Upper page: Terraristik

„Lygodactylus williamsi“ Himmelblauer Zwergtaggecko

Quelle: Wikipedia

Lygodactylus williamsi sind nur im Kimboza Forest in Tansania bei einer Höhe von ca. 350 Meter über Meer beheimatet. Es handelt sich hierbei also um eine rein endemisch lebende Art. Zumindest ist bis dato noch kein anderer Standort bekannt. Die Taggeckos wohnen oft auf nur einer einzigen Pflanze,  dem Pandanus Baum, meist in kleineren Gruppen mit einem Männchen, einigen Weibchen und Jungtieren.

Diese Taggecko Art lebt bevorzugt in einem feuchten Habitat. Das 50x 50x 80 (LxBxH)große Terrarium sollte also auch für eine hohe Luftfeuchtigkeit geeignet sein. Ich pflege die Tiere bei einer durchschnittlichen Luftfeuchte von ca. 70%, einer Temperatur im mittleren Bereich von ca 24°C und unter den lokalen Sonnenplätzen mit Temperaturen von bis zu 34°C. DerWallimat sorgt für ein relativ konstantes Klima im Terrarium. Es wird 4 mal pro Tag für 20 Sekunden die Beregnungsanlage eingeschaltet. Für die Beregnung eignet sich Vorzugsweise Regenwasser am besten, da dieses sehr weich ist und keine Kalkflecken an den Scheiben zurücklässt. Normales Trinkwasser würde außerdem die Regendüsen sehr schnell verkalken und diese somit verstopfen. Die Pflanzen freuen sich ebenfalls. Die Beregnungsanlage ist übrigens auch Marke Eigenbau. Die Pumpe habe ich aus einer alten Espressomaschine, Schläuche und Düsen gibt es bei E.N.T. Terrarientechnik. Für einen besseren Luftaustausch und um einen Hitzestau unter der Abdeckung zu vermeiden, werden 2 ausrangierte PC Lüfter 9 mal am Tag für 15 Minuten angesteuert. Hiebei ist wichtig, dass die Lüfter die Luft raus- und nicht rein befördern um den Kamineffekt zu unterstützen.

Als Bodengrund wurden die ersten cm mit Seramis als Drainage aufgefüllt. Da das rötliche Substrat nicht sonderlich schön ist, wurde der Rest mit Rindenmulch aufgefüllt. Den Tieren ist der Bodengrund erstmal egal, das sich diese wohl zu 99% in den oberen zwei Dritteln aufhalten dürften. Möchte man aber echte Pflanzen einsetzen, wo ich jedem nur zu raten kann, ist das Seramis wichtig, da es überschüssiges Wasser sehr gut aufnimmt und speichert. Somit ist immer eine hohe Feuchtigkeit im Bodengrund gegeben und keine Staunässe vorhanden. In unserem Terrarium haben wir ausschließlich echte Pflanzen. Die Vielfalt reicht von Ficus pumila, über Philodendron scandens und Efeutute, bis zu verschiedenen Orchideenarten.

 

 

Damit Wallie sich viel bewegen und auch verstecken kann, sind ausreichend Äste im Becken sehr wichtig. Durch Verwendung von Lianen und dickstämmigen  Geäst kann man einen wirklich abwechslungsreichen und dichten Dschungel erschaffen. Durch unterschiedliche Höhenniveaus kann das Tier selbst entscheiden in welcher Wärmeregion es sich aufhalten möchte.

Als Hintergrund habe ich eine einfache Korkplatte aus dem Reptilienzubehör genommen. Hier war ich mir Anfangs auch sehr unsicher, welches denn nun am sinnvollsten wäre. Bei Kokusfaser hatte ich Angst, dass die Tiere einzelne Fasern verschlucken könnten. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass das Kork erst einige cm über dem Bodengrund anfängt. Wäre das Kork ständig im Bodengrund, wird es wahrscheinlich früher oder später anfangen zu schimmeln.

Ein weiterer Punkt wo ich einige Tage im Netz recherchiert habe, ist die Beleuchtung. Hier scheiden sich wirklich die Geister. Letztendlich habe ich mich für eine Bright Sun Jungle in der 50 70 Watt Version entschieden. Die Lampe hat den Vorteil, dass sie neben UV und sehr viel Licht auch ausreichend Wärme abgibt. Später habe ich noch zwei T8 15 Watt Leuchtstoffröhren in den Lampenkasten eingebaut, weil die Pflanzen auf dem Boden doch zu wenig Licht abbekommen haben. Leider musste ich die veraltete T8 Technik verwenden, da ich nirgends T5 Lampen in passender Länge finden konnte. Das Vorschaltgerät unterstützt aber beide Techniken, so dass ich später immer noch nachrüsten kann. Zur MittagWinterzeit von 11h bis 14h werden zusätzlich noch 2 Halogenspots dazugeschaltet.

Zu der Ernährung ist zu sagen, dass die blauen Zwerggeckos eigentlich alles fressen was sie überwältigen können und in ihr Maul passt. Die Nahrung reicht von kleinen bis mittleren Heimchen, Ofenfischchen, kleinen Heuschrecken, kleinen Grillen, Spinnen, Asseln, Fliegen… halt alles was krabbelt, fliegen kann und nicht zu groß ist. Sehr gerne wird auch Fruchtbrei, Honig und Jelly Food angenommen. Nicht zu vergessen ist die regelmäßige Zugabe von Calcium und Vitaminen und die vitaminreiche Fütterung der Futterinsekten. Ebenfalls sollte immer ein Trinkgefäß im Terrarium zur Verfügung stehen was täglich gereinigt werden muss.

Die Geschlechtsmerkmale bei der lygodactylus Art sind die auffälligen Farben und die Verdickung der Schwanzwurzel bei den Männchen. Weibchen sind farblich etwas unscheinbarer und eher grünlich gefärbt.

Der himmelblaue Taggecko „Sir William Wallace“ ist im August 2011 bei uns eingezogen und bewohnt zur Zeit noch alleine das Terrarium. Da die genauen Geschlechtsmerkmale erst nach ca. 12 Monaten eintreten, Wallie aber erst 5 Monate alt ist, muss „es“ noch alleine bleiben. Im Winter 2011 werden wir uns dann um ein weiteres Tier bemühen.

Wallie macht einen sehr aufmerksamen Eindruck, ist schon recht zutraulich und frisst wie ein Scheunendrescher. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bei meiner Züchterin bedanken. Christiane, du hast hier wirklich super Vorarbeit geleistet 🙂 Mehr Infos über Christiane und ihren Tieren findet man auf ihrer Homepage http://www.der-blaue-zwerggecko.de/.

Am 18.12.2011 hat mir Christiane ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht, denn „GeckonochohneName“ „Robert the bruce“ ist heute bei uns eingezogen. Ich hoffe er wird sich auch so schnell und gut wie Wallie einleben.

Bruce darf sich Wallie bis auf 20 cm nähern – schon mal nicht schlecht für den Anfang 🙂 Er frisst gut und zeigt ein sehr aufmerksames und zutrauliches Verhalten.

 

Mittlerweile hat sich Bruce sehr gut eingelebt und liebt Fruchtbrei über alles. Fleisch scheint ihm auch zu schmecken, aber wenn er die Wahl hat… Seine Beziehung zu Wallie hat sich auch extrem verbessert. Zur Begrüßung wird geknutscht, beim Futtern ist aber Ladies first angesagt 😉

Man findet ja immer wieder neue Ecken wo man noch was rein quetschen kann. Aus dem www kamen diesmal 3 kleine Bromelien. Eine davon hat sogar noch einen Ableger und die andere blüht gerade.

Die Orchideen auf der rechten Seite waren mir etwas zu feucht, bzw. trockneten diese nicht richtig durch. Die beiden mussten Platz für die Bromelie machen und wurden an dem neuen Holz mit etwas Sphagnum Moos angebunden.

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